1987: Geschäftsbericht, Systems 87, Magic Disk ....
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FAZ 22.Okt.1987

Commodore "positiv zurückhaltend"



Commodore Büromaschinen GmbH, Frankfurt."Positiv zurückhaltend" hat der deutsche Geschäftsführer Winfried Hoffmann die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr 1987/88 (30. Juli) beurteilt. Im ersten Quartal habe die Firma ein "ausgesprochen positives" Ergebnis erreicht, auch die Ertragslage habe Schritt gehalten. Einen Umsatz von 600 Millionen DM im laufenden Geschäftsjahr würde Hoffmann als "bescheidenes Ziel" ansehen, man erwartet also offensichtlich deutlich mehr. Im letzten Geschäftsjahr hatte der Umsatz der GmbH um 22 Prozent auf 514,7 Millionen DM zugenommen, der Jahresüberschuss von 14 auf 16 Millionen DM. Auch im Gewinn rechnet Hoffmann mit einer Verbesserung. Der Anteil der Heimcomputer ist bereits von 75 von 60 Prozent gesunken, wenn die absoluten Werte dort auch noch zugenommen haben, wie Hoffmann berichtet. Als Ziel gilt ein etwa gleicher Anteil von Heimcomputern und Systemen.









68000er 12/1987

Computer unter weiss-blauem Himmel : Systems'87



Der Computer-Gigant Commodore residiert auf der Systems auf einem großflächigem Stand, den sich MS-DOS-Computer und Amigas teilen. Trotz der großzügigen Abmessungen herrscht an allen Tagen dichtes Gedränge. Irving Gould, Vorstandsvorsitzender und CEO (Chief Executive Officer), war nach einem Standrundgang nicht nur von der ausgestellten Hard- und Software beeindruckt, sondern auch von der Computer-Begeisterung der deutschen Messebesucher. Als starker Publikumsmagnet erwies sich die heißersehnte AT-Karte für den Amiga 2000. Sie besitzt im Gegensatz zur PC-Karte, die mit einem Intel 8088-Prozessor ausgerüstet ist, den schnellen 286-Prozessor. Die Geschwindigkeit des 80286 kann die vierfache Geschwindigkeit einen 8086-Prozessors erreichen. Die AT-Karte wird komplett mit einem 5.25 Zoll-Diskettenlaufwerk mit einer Speicherkapazität von 1,2 MByte ausgeliefert. Das entspricht einer Kapazität von 600 KByte auf einer Diskettenseite und ist somit rund dreimal größer als bei einer normalen PC-Diskette. Der Preis für die AT-Karte, die nach Aussagen von Commodore noch Ende diese Jahres in den Regalen stehen soll, wird bei knapp 2000 DM liegen.









New Business 23.11.1987

Rolf Wiehe ist bei Commodore Büromschinen GmbH, Frankfurt, die Position des Gesamtvertriebsdirektors Deutschland übertragen worden. Seit Anfang vergangenen Jahres war der frühere langgediente Olympia-Mann bereits für den Absatzbereich "Systeme" zuständig. Künftig sind ihm sämtliche Vertriebskanäle unterstellt. Sein Kollege Helmut Jost, der in den Unternehmen bislang für den Vertrieb der Consumer Products verantwortlich war, hat Commodore verlassen. Zum Hintergrund der organisatorischen Straffung heisst es in Frankfurt :"Die nicht mehr definierbare technische Abgrenzung zwischen Home und Low-Cost-Personal Computer sowie ein klarere Struktur der Absatzkanäle machen es notwendig, uns zielgenaür und schlagkräftiger am Markt zu präsentieren."







Magic Disk 64



"Magic Disk 64" - die erste auf Diskette gespeicherte Zeitschrift. Als erstes Medium dieser Art startet die Gong Gruppe dieser Tage ein Monatsobjekt, das sich an die über eine Millionen Besitzer des Typs Commodore 64 richtet. Für diesen Zweck hat das Haus eigens die 100%ige Tochter CP Computer Publications Verlag gegründet. Nun ist die Verbindung von Datenträgern und Zeitschriften nicht neu, aber bislang liefern einschlägige Computertitel auf ihren integrierten Disketten ausschliesslich Spiele - also keine Information. Anders bei der Magic Disk 64. Hier werden zwar auch bis zu 30% Spiele enthalten sein, den Rest der ca. 100 Seiten gestalten jedoch direkt anwendbare Programme sowie Lesestoff für Hacker-Freaks und technische Informationen. Der Anwender kann sich per Inhaltsverzeichnis die jeweils für ihn interessanten und lesenswerten Beiträge heraussuchen. Damit wird Anzeigenkunden erstmals die Möglichkeit geboten, den Computer als Werbemedium zu nutzen. Möglich sind Textanzeigen, aber auch grafisch gestaltete Motive. Die Inserenten sieht Anzeigenleiter Harry Bartel nicht nur in der Branche selbst, nach seinen Worten sei man bereits sehr intensiv mit Markenartikeln im Gespräch. Gerade sie könnten mit Magic Disk 64 eine interessante , junge Zielgruppe ansprechen.

Angeboten wird die Diskette in einem vierseitigen verschweissten Umschlag, der wiederum zur Werbung genutzt werden kann : Rückseite 4c DM 6.000,--. Für die Diskettenhülle gilt ein Vierfarbpreis von DM 7.000,-- . Die Preise für Insertionen auf der Diskette selbst sind zu erfragen. Vertrieben wird das neü Medium mit einer Auflage von 100.000 Exemplaren (Copypreis 9,80 DM) über den ausgesuchten Zeitschriftenhandel und Computer-Shops in der Bundesrepublik sowie im deutschsprachigen Ausland. Mit weiteren Projekten dieser Art beschäftigt sich die Gong Gruppe derzeit nicht, vorerst will am die Resonanz auf Magicdisk 64 austesten. Noch etwas zurückhaltend ist man in Sachen Werbung. Zum Einsatz kommen Funkspots in den hauseigenen Sendern des Funkpakets Süd sowie Anzeigen in den verschiedenen Zeitschriften des Verlages. Weitere Informationen können bei Harry Bartel angefordert werden.


Letzte Änderung: 2013-08-25 17:03:58
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