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Ankündigungen und Veröffentlichungen

1981

Bild von der 2. Internationalen Commodore Computer-Show (16.-21.6.1981) in London


Die Produktlinie von Commodore: vom Volkscomputer VC 20 bis zum MMF 9000. Was kommt als nächstes ?

Alles für den CBM


Für die über 20 Teilnehmer auf der Londonreise, die der Klub vom 18.-21.6.81 zur 2. Internationalen Commodore Computer-Show durchführte, war es ein sehr beeindruckendes Erlebnis, einmal die gesamte Produktpalette rund um den CBM zu sehen.
Über 1000 Aussteller präsentierten Hard- & Software, aber auch Zeitschriftenverlage und User-Clubs waren vertreten. Neben der Austellung wurde eine Reihe von Seminaren durchgeführt, in denen es vor allem um die Vorstellung neuer Produkte und den Einsatz in speziellen Anwenderumgebungen ging. So stellte Jim Butterfield -der kanadische CBM-Papst- den neuen VC 20 vor, erklärte dem Publikum die Philosophie dieses neuen Mikrocomputers und beantwortete zahreiche Fragen. Auch die Entwickler des MMF9000 (Mirko Mainframe) stellten sich Rede und Antwort und berichteten über das Konzept dieser neuen Mikrocomputergeneration.

Aus dem vielfältigen Angebot hier ein paar "high-lights". Die Firma Mator New Technology zeigte ein Festplattenlaufwerk mit 22 MB und IEEE-Anschluss für den CBM.
Aber auch ein universelles Interface-System von I.C.I., mit dem der CBM bis zu acht Geräte steuern kann, fand große Beachtung. Auf dem Stand demonstrierten die I.C.I.-Leute eine sicherlich typisch englische Lösung: die automatische Tee-Zubereitung (s.Bild).

Das sich CBM-Computer auch zu intelligenten Terminals von Großrechnern umfunktionieren lassen, demonstrierte Davidson-Richards mit dem Communications Controller für ICL und IBM-Systeme. Klingston Computers stellte mit dem "Netkit" ein Hardware/Firmware-Produkt vor, das dem CBM durch ein RS232-Interface neue Kommunikationsmöglchkeiten eröffnet. Mit einem Z80-Modul ebnete Unicorn Software dem Weg für das CP/M-Betriebssystem im CBM und zahlreiche Software sowie Cobol und Fortran.

Bild von der 2. Internationalen Commodore Computer-Show (16.-21.6.1981) in London


Zucker oder Milch gefällig ?

Der CBM zur Teebereitung mit dem I.C.I.-Interface-System - sicher eine typisch englische Anwendung.

Bei Technofor und ihrem Assembler-Entwicklungssystem (MOUSY) mit Eprom-Programmiergerät war ebenfalls reger Besuchsverkehr zu verzeichnen.

Das Software-Angebot reichte von speziellen Branchen-Lösungen bis hin zu neu implementierten Sprachen wie FORTH von der schwedischen Firma Datatronic.
Erfolgsversprechend scheint auch der DTL Basic-Compiler von Dataview, der Basic-Programmme in lauffähige Maschinenprogramme umsetzt.
Bristol Software Factory - die schon OZZ schuf - präsentierte die Weiterentwicklung SILICON OFFICE, ein Datei Sytem mit integriertem Textverarbeitungsteil und Telekommunikationsmodul. Allerdings wird dieses Superprogramm erst mit der CBM 8096 verfügbar sein.
Der Erfolg dieser Ausstellung, die nicht nur die 11000 Besucher unterstrichen, läßt erwarten, dass im nächsten Jahr eine dritte Show stattfindet.

Quelle : Klub-Nachrichten August 1981 Ausgabe 2.4




Ankündigung des CBM 8096

Es hat länger gedauert als ursprünglich erwartet : Im Januar/Februar dürfte der »grosse« Rechner mit 96 Kilobyte Arbeitsspeicher lieferbar sein.Testgeräte stehen schon bei deutschen Softwarehäusern; auf einem entsteht derzeit ein Betriebssystem für den 8096. Aufrüstung ist schon möglich.

Der 8096 wird sich äußerlich vom 8032 nur durch die andere Typenbezeichnung unterscheiden; ein nachträgliches Aufrüsten ist möglich. Der Preis fuer den Aufrüstsatz, mit dem aus dem 8032 ein 8096 wird, liegt einschließlich Montage bei 1300 Mark plus Mehrwertsteuer. Der Preis für einen serienmässigen 96K-Rechner stand bei Refaktionsschluss noch nicht fest. Programme die auf dem 8032 laufen, werden unverändert auch auf dem 8096 arbeiten - allerdings sind neue, speziell für das grössere System entwickelte Programme zu erwarten, die nicht abwärts kompatibel sind. Die zusätzlichen 64KByte Arbeitsspeicher lassen sich nur über

Maschinenprogramme (nicht von Basic aus) ansprechen. Ein Betriebssystem für den 8096 gibt es von Commodore USA derzeit nicht - eine entsprechende Software aus deutscher Entwicklung soll aber zusammen mit der Hardware verfügbar sein. Das Konzept dafür sieht vor, die >alten< (also 8032 stammenden) 32KB Speicher vorrangig für das Betriebssystem zu verwenden. Von den neuen zusätzlichen Blöcken je 32KByte für Basicprogramme und Variablen. Ebenfalls zum Jahreswechsel soll von Lowinski eine 64KByte-RAM-Karte zum Aufrüsten des 8032 verfügbar sein. Sie kann Daten und

Maschinenprogramme speichern; die Einteilung ist von 128x512-Byte Blöcken bis 16x4KB-Blöcken wählbar (und per Programm umschaltbar). Die Karte soll 1990 Mark kosten- zur Unterstützung gibt es eine RAM-Verwaltung auf Eprom, die keinen Basic-RAM-Bereich belegt (115 Mark). Die Unterstützungssoftware ähnelt einer Dateiverwaltung (Direktdatei, Key-word-Zugriff und so weiter) und soll den 'Komfort eines ausgereiften Diskettenbetriebssystems' bieten. Sie unterstützt auch die 16KByte-CMOS-RAM-Karten desselben Herstellers.

Quelle: Computer Journal Nov/Dez 1981



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